Schnarchen

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Liebling, Du schnarchst!

Sie schlafen schlecht, können nicht einschlafen oder durchschlafen und wachen morgens wie gerädert auf? Sie sägen im Schlaf ganze Wälder ab, so dass Ihr Schlafpartner das Weite sucht und sich über den ohrenbetäubenden Schnarch-Lärm im Schlafzimmer beklagt. Sie schnappen im Schlaf - ohne es zu merken - tief nach Luft, weil ihr Atem für einige Sekunden stehengeblieben ist?

Solche Schlafstörungen können, müssen aber nicht, ganz harmlos sein. Schnarchen und nächtliche Atemaussetzer, die der Betroffene selbst gar nicht bemerkt, sondern meistens der Schlafpartner, sollten deshalb gründlich auf ihre Ursachen hin abgeklärt werden. Denn beide können Zeichen einer tieferliegenden gesundheitlichen Störung des sogenannten Schlafapnoe-Syndroms sein. Dabei setzt der natürliche Atemreflex für eine Weile aus und es kommt zu einer Sauerstoffunterversorgung des Organismus. Die Betroffenen fühlen sich deshalb morgens oft müde und zerschlagen, weil sich der Körper im Schlaf nicht erholen konnte. Wird ein Schlafapnoe-Syndrom nicht behandelt, kann es in der Folge zu schweren gesundheitlichen Problemen (Tagesmüdigkeit, Bluthochdruck, Depressionen, Herz-Rhythmus-Störungen) kommen.

Wie lässt sich feststellen, ob Ihr Schnarchen harmlos ist oder ob Sie an einem Schlafapnoe-Syndrom leiden? Der HNO-Arzt kann durch spezielle Untersuchungen feststellen, ob Veränderungen im Nasen- und Rachenraum -z.B. ein schlaffes Gaumensegel, ein Schiefstand der Nasenscheidewand, ein vergrößerter Zungengrund bzw. vergrößerte Gaumenmandeln - für die Schnarchgeräusche verantwortlich sind. Manchmal ist auch die Überweisung an ein Schlaflabor erforderlich. Um die Ursache des Problems zu beheben, bieten sich unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. In vielen Fällen reicht schon eine Gewichtsreduktion, manchmal hilft auch der Verzicht auf Alkohol und üppigem Essen am Abend oder die Anpassung einer sogenannten Schnarcherschiene. Auch eine operative Straffung des Gaumensegels kann, besonders beim "harmlosen" Schnarchen und milden bis mittelgradigen Schlafapnoeformen, Abhilfe schaffen. Manche Patienten benötigen aber auch eine  besondere Atemmaske, die die Atemwege durch ein Luftpolster „schient“, wenn der Atem während der Nacht aussetzt.

Welches Behandlungsverfahren im Einzelfall sinnvoll ist, erläutern wir Ihnen auf der Grundlage Ihrer persönlichen Befunde.

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